Juni 2026

Fachwissen – Gipsrecycling

Gips ist als Baustoff kaum wegzudenken, gerade beim Innenausbau leisten etwa gipsbasierte Bauplatten wichtige Beiträge. Doch Gips wird perspektivisch zur Mangelware, stammt doch heute mehr als die Hälfte des für die Plattenherstellung verwendeten Gipses aus der Rauchgasreinigung von Kohlekraftwerken. Die Gleichung „weniger Kraftwerke – weniger Gips“ wird in Zukunft Alternativen erforderlich machen. Neben der bereits jetzt durchgeführten, aber auch wegen Umwelteingriffen in der Kritik stehenden, bergbaulichen Gewinnung von Naturgips oder Gipsstein wird daher Recycling immer wichtiger. Schon heute ist dies für die Kreislaufwirtschaft ein vorrangiges Ziel – und die Materialmengen sind vorhanden. Schließlich fallen jährlich rund 640.000 Tonnen Baustoffabfälle auf Gipsbasis an. Das Gute am Gipsrecycling: Das Recyclingprodukt hat die gleichen Eigenschaften wie Naturgips, es ist leicht, gut zu verarbeiten und unterstützt dank seiner physikalischen Eigenschaften auch die Feuchtigkeitsregelung in den Räumen. Aber vor allem: Es kann mehrfach recycelt werden und ist daher in hohem Maße ressourcenschonend.   

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